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Rock / Heavy Metal 18.09.2026

Review: Villagers Of Ioannina City :: VENCEREMOS

Review: Villagers Of Ioannina City :: VENCEREMOS

Villagers Of Ioannina City VENCEREMOS

Folk Rock, Napalm (9 Songs / VÖ: 18.9.)

jetzt bei Amazon.de bestellen 5.5/ 7 teilen mailen teilen 18. September 2026 von Frank Thießies

Ob die Band die sechs Jahre Studioabstinenz und damit den Veröffentlichungstermin ihres neuen Albums tatsächlich so abgestimmt hat, dass VENCEREMOS exakt im durch Christopher Nolans ‘The Odyssey’ geöffneten Homer-Hype-Fenster erscheint, bleibt reine Spekulation. Dass das konzeptuell als dystopische Zukunftsvision angelegte VENCEREMOS – trotz des spanisch vorkommenden Titels, den man sich mit einem chilenischen Kampflied teilt – den psychedelisch-folkloristisch motivierten Rock der Griechen qualitativ noch ein paar Tempel­stufen höherhievt, ist hingegen Fakt. Wurde der Vorgänger AGE OF AQUARIUS (2019) vom geschätzten Kollegen Halupczok fachkompetent stilistisch partiell in die Nähe der isländischen Sólstafir gerückt, eröffnen sich diesmal darüber hinaus noch ganz andere Parallelen. So lassen das großartige, heroisch-hymnische ‘Ghosts In The Sky’ mitsamt seines fast schon Synthwave-inspirierten Finales sowie der Titel-Song eher an ein Ghost/Breed 77-Mash-up denken. Doch dann wiederum ist der Sound der Villagers zu eigenständig für solche bequemen Musikjournalisten-Gleichungen. ‘The Ruiner’ gibt sich dank Blasinstrumentalist Dimitris Brentas, der Dudelsack, Schalmeien und mehr zu seinem Fachgebiet erkoren hat, folkloristisch, besitzt aber ebenso eine Art Volbeat-Furor. ‘Here And Now’ hingegen ist ein imposantes Elfminutenmonster, während das majestätische ‘Requiem’ dieses wunderbare Gesamtkunstwerk unangestrengt in die Zielgerade führt. Sind Villagers Of Ioannina City hiermit etwa offiziell die hellenischen Hällas? Vielleicht. Doch dann wiederum …

Mit ihrem bis dato härtesten Album liefern Villagers Of Ioannina City auch ihr bestes Werk ab. Denn die für die Band typischen Gänsehautmelodien sind keinesfalls verschwunden, sondern kontrastieren die ausgeklügelten Riffs perfekt. Dazu kommt ein durchdachtes Textkonzept von Frontmann Alex Karametis. Die Griechen haben einen ganz eigenen Ton gefunden, der Folk, traditionellen Metal und Rock-Musik in sich vereint. Marc Halupczok (6 Punkte)

Ganz ehrlich? Die griechische Band Villagers Of Ioannina City hatte ich bislang noch nicht auf dem Zettel. Asche auf mein Haupt! Ihr grandioser Mix aus Heavy- und Psychedelic Rock mit einem Spritzer Stoner- und Folk Metal auf VENCEREMOS begeistert mich und hat mich sofort zum Fanboy gemacht. So etwas passiert nur sehr selten. Matthias Mineur (5 Punkte)

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